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Abenteuer Fernstudium

1. Juli 2015

Seit einem halben Jahr kann ich mich Fernstudentin schimpfen. Ich lerne freiwillig nach der Arbeit und am Wochenende. Ich mache Hausaufgaben und warte auf die Korrekturen. Ich verzweifel an Aufgabenstellungen und mir fallen die Augen beim Lesen der Lehrbriefe zu. Wieso, weshalb und warum man für manche Dinge einfach mal die Arschbacken zusammenkneifen muss erzähle ich euch heute im Post: Abenteuer Fernstudium.Seit meiner Bachelor-Vertiefungsrichtung E-Business und meiner Bachelorarbeit bei OTTO im Online Marketing hat mich das Thema Social Media und E-Commerce gepackt und nicht mehr losgelassen. Weil einem aber die Jobs in diesen Bereichen nicht einfach so zufliegen, habe ich im Dezember beschlossen mich weiterzubilden. Knapp 1,5 Jahren aus der Uni raus und schon wieder die “Schulbank” drücken? Ja genau, denn bevor man die Früchte ernten kann, muss man erstmal ackern. Erst investieren und dann “kassieren”.

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Als Ziel für 2015 habe ich mir also ein Studium im Online Bereich gesetzt und fing im Dezember an mich zu informieren, Preise und Angebote zu vergleichen. Und glaubt mir der Markt ist überschwämmt mich Angeboten. Die Auswahl ist riesig und die richtige Entscheidung zu treffen fiel mir unglaublich schwer. Daher habe ich euch jetzt ein paar Tipps zusammengestellt, die sich mir nach meiner Recherche aufgezeigt haben:

1. Die Wahl der Fernschule
Die Wahl ist absolute Nebensache für einen Arbeitgeber. Egal wie du dich weiterbildest, die Hauptsache ist du tust es. Das Zeichen, dass du dich freiwillig hinsetzt und etwas lernst, wird dich hoch angerechnet und dir wird Respekt gezollt. Wieso das so ist? Ganz einfach: Du tust eine Sache, die dir wirklich Spaß macht. Andernfalls würdest du dich wohl kaum nach der Arbeit noch an einen Lehrbrief setzen, nicht wahr? Und genau das ist es, was Unternehmen sehen wollen. Ich empfehle dir allerdings eine Fernschule zu wählen, die nach ZFU (Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht) zertifiziert ist. Das bedeutet, dass diese Schule darauf geprüft wurde, dass die Inhalte den neuesten Anforderungen entsprechen und das Studium auch schaffbar ist.

2. Der Kostenaufwand
Natürlich ist ein Fernstudium eine kostenintensive Angelegenheit, aber wie ich bereits in der Einführung geschrieben habe: Manchmal muss man erst investieren, bevor man kassieren kann. Gibt es eine bessere Investition als in sich selbst? Ich glaube kaum. Außerdem sind Fernstudienangebot von der Steuer absetzbar!

3. Die Wahl der Studienrichtung
Ich empfehle dir ein Studium zu wählen, bei dem dich die Inhalte packen. Die dich zu 100% interessieren und genau das widerspiegeln, was du mal machen möchtest. Fast jede Fernschule stellt die Themenliste kostenlos zur Verfügung und zum Teil kann man die Studiengänge 4 Wochen kostenfrei testen. Du bekommst dann die ersten Lehrbriefe zugeschickt und wenn du merkst, dass es die falsche Wahl war, kannst du von dem Studienvertrag zurücktreten.

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4. Der Arbeitsaufwand
Ein Fernstudium kostet laut Aussagen der Schulen meist 8-12 Stunden pro Woche. Das ist Arbeit, die du auf keinen Fall unterschätzen darfst. Nach einem 8-10 Stunden Arbeitstag nochmal 2h Lehrbriefe durchbüffeln ist hart und wenn dir deine Wochenenden heilig sind und du dich nur schwer zum Lernen aufraffen kannst, dann ist das Fernstudium nicht das Richtige für dich. Ich habe mir meine Zeit so eingeteilt, dass ich versuche 1-2 mal unter der Woche zu lernen und dann mindestens 1 Vormittag am Wochenende. Damit werde ich zwar nicht die Regelstudienzeit von 11 Monaten treffen, was mir allerdings egal ist. Es gibt aber auch Studiengänge, bei denen du entweder Präsenzphasen hast, wo du in der Gruppe arbeitest oder sogar Online Seminare, in denen dir der Professor die Thematiken des Lehrbriefes näher bringt.

5. Die Dauer des Studiums
Die Bandbreite ist riesig. Es gibt Studiengänge für wenige Wochen bis hin zu 2-4 Jahren je nachdem, worin du dich weiterbilden möchtest. Das schöne ist jedoch: Du bestimmst ganz allein dein Tempo. Wenn du schneller bist, kannst du dich freuen, und wenn du länger als die Regelstudienzeit brauchst, dann ist das auch kein Beinbruch, denn du zahlst nur die monatlichen Kosten für die Regelstudienzeit. Die Zeit danach ist geschenkt.

 Für was habe ich mich entschieden?
Ich selbst studiere nun seit Januar Online Marketing und E-Commerce bei der Fernschule Weber. Wieso und weshalb ich mich dafür entschieden habe, habe ich euch gerade erklärt.

Ich kann euch sagen, dass ich mit der Betreuung ganz zufrieden bin. Klar, manchmal wünscht man sich eine schnellere Antwort oder eine zügigere Korrektur der Hausaufgaben, aber es sind eben auch nur Menschen auf der anderen Seite des PCs. Die Lehrbriefe sind abwechslungsreich, verständlich und größtenteils sehr interessant und ich habe wirklich schon eeeeeeeeiniges dazugelernt. Klar, es gibt auch Lehrbriefe, die findet man selbst total überflüssig und langweilig, aber gerade die Basis muss am Anfang erst einmal gelegt werden. Inzwischen stecke ich in meinem 6. Lehrbrief von insgesamt 11. Genau so lange dauert auch das Studium dort: 11 Monate. Jeden Monat 1 Lehrbrief mit einem anderen Thema. Jeder Lehrbrief umfasst in etwa 120 Seiten. im Anschluss gibt es Hausaufgaben, die man selbstständig lösen und einsenden muss. Die Einsendehausaufgaben werden anschließend benotet und ergeben dann deine Endnote, wobei es am Ende eine Abschlussprüfung gibt. Wenn diese dann geschafft ist, darf ich mich Online-Marketing-Beraterin nennen. Das ist doch mal ein Ziel!

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4 Comments

  • Reply Katharina 1. Juli 2015 at 21:26

    Toller Bericht und ein schöner Überblick. Ich habe mich vor kurzem auch dazu entschlossen ein Fernstudium zu beginnen und kann bei den Punkten nur zustimmen. Ich freu mich auf jeden Fall auf die Herausforderung. Dir weiterhin viel Erfolg! P.S. ich komme übrigens auch aus dem Bereich Online Marketing und Social Media 😉

    • Reply Administrator 2. Juli 2015 at 21:26

      Wie schön zu hören, dass auch andere sich freiwillig “quälen” und dass du meine Punkte so unterschreiben würdest. 🙂 Dir weiterhin viel Erfolg!

  • Reply M. Friedrichs 10. Juli 2015 at 13:53

    Ich finde, du hast den zweiten Punkt so gut auf den Punkt gebracht. Die beste Investition ist einfach in sich selbst – so sehe ich das auch! ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Sutdium 🙂

    • Reply Administrator 11. Juli 2015 at 14:34

      Vielen vielen Dank!

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