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Unsere Mallorca Reiseroute

24. September 2015

Eine relativ kleine Insel wie Mallorca zu bereisen und nur an einem Ort den Urlaub in einem Hotel zu verbringen, kam für mich nicht in Frage. Mallorca bietet viele Facetten, die ich entdecken und sehen wollte. Natürlich habe ich es nicht geschafft alles zu sehen, was ich gerne gesehen hätte, aber ich denke unsere Reiseroute Mallorca war sehr vielfältig.

Nach Ankunft am Flughafen ging es in unserem bereits auf der rechten Seite total verbeulten und verkratzen Peugeot 308 Richtung Norden nach Alcudia – bei Regen. Am Apartment angekommen begrüßte uns ein gut gelaunter Miquel mit Küsschen links und Küsschen rechts, wie es sich für einen richtigen Spanier gehörte. Unsere kleine Bude war spartanisch, aber absolut in Ordnung für das Preis-Leistungsverhältnis. Gebucht hatten wir diese Unterkunft bei Airbnb.

Reiseroute_2bearbAm nächsten Tag starteten wir – bei Regen – unsere kleine Sightseeing Tour nach Pollenca und zum Cap Formentor. In Pollenca erklärte uns ein netter älterer Herr in einem so undeutlichen Spanisch, dass ich nur Dank Zeichensprache verstand, was er uns erzählen wollte, wo wir einen tollen Fotospot finden würden. Nämlich die 365 Stufen Treppe zum Kalvarienberg. Jede Stufe soll dem Besteigenden Zeit geben das vergangene Jahr pro Tag Revue passieren zu lassen. Beim Hinabgehen darf man übrigens Wünsche für das neue Jahr gen Himmel schicken.

Anschließend ging die Tour über unfassbare Serpentinen und unfassbar enge Straßen zum Cap Formentor. Und dort standen wir erstmal im Stau, weil Touristen meinen im Ausland parken zu können, wie es ihnen passt. Da parkt man einfach gerne mal eine Spur zu, sodass der Rückstau gefühlt bis ins Tal reichte. Alles in allem wirklich eine tolle Aussicht, die bei blauem Himmel wahrscheinlich noch schöner ausgesehen hätte, aber leider auch eine klassische Touristenhölle und starker Kontrast nach dem verträumten, untouristischen Pollenca. Die Fahrt hin und zurück war aber so aufregend, dass ich es jedem empfehlen würde, gerade wenn die Touribusse anrollen und man panisch vor jeder Kurve hupt, um bloß keinen Gegenverkehr zu haben.

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Der nächste Tag war für einen ganz entspannten Ausflug zu einer kleinen Bucht namens Coll Baix vorgesehen. Die Anreise zu selbiger ist jedoch keineswegs leicht und ungefährlich. Macht euch auf eine mit Schlaglöchern übersäte Straße bereit, die irgendwann im Nirgendwo endet und einen Fußmarsch, der es in sich hat. Wichtig hierbei: Tragt unbedingt festes Schuhwerk, da die Route über die Klippen führt. Ja, richtig gehört. Ihr dürft euch fühlen wie ein Steinbock, denn es ist steil und erschien mir auch leicht lebensmüde.

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In der folgenden Nacht hatten wir das heftigste Gewitter meines bisherigen Lebens. Die Blitze schlugen munter in den Berg neben unseres Apartments ein und es donnerte, sodass wir senkrecht im Bett standen und eine Sonnenbrille aufsetzen mussten, weil die Blitze so hell waren. Da wir genug Action vom vorherigen Tag hatten und der Adrenalinpegel immer noch auf höchstem Level war,  entschlossen wir uns einen Abstecher nach Cala Ratjada zu machen. Wir gingen entspannt an der Promenade Spazieren, badeten in der Bucht von Cala Gat und zogen uns – bei Regen – in ein Café zurück.

Reiseroute_6bearbDann war Halbzeit und wir zogen von Alcudia nach Peguera. Vom Apartment ins Hotel. Vom Norden in den Süden. Bevor wir das taten besuchten wir aber noch die Hauptstadt, genossen einen grandiosen Hagelschauer samt Platzregen mit 125 l pro m² und einer kurzen Fremdschäm-Aktion in El Arenal am Megapark.

Reiseroute_5bearbZu guter Letzt liefen wir durch den Hafen von Andratx, machten an meinem Geburtstag eine Bootstour Richtung Sant Elm und nach Dragonera – bei Regen und ließen den Urlaub auf Mallorca bei einer ordentlichen Runde Tapas langsam ausklingen.

Fazit: Mallorca ist nicht meine Insel, aber ich konnte erahnen, wieso es so viele Deutsche jährlich dorthin zieht. Wenn es jedoch auf eine spanische Insel gehen soll, dann ziehe ich definitiv die Kanaren vor. Da hat man auch mehr Glück mit dem Wetter…

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