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Mein Halbmarathon Fazit

11. Mai 2015

Halbmarathon_1

Gestern, am Muttertag, war D-day. Nach 4,5 Monaten Training war der große Tag gekommen. Mein Halbmarathon Fazit dürft ihr daher heute lesen.

4 Tage vor dem Lauf stellte sich heraus, dass mein Freund nicht laufen durfte. Aufgrund einer Bronchitis und absolutem Laufverbot vom Arzt musste ich das gemeinsame Ziel alleine durchziehen. Und ihr könnt euch nicht vorstellen was für eine Panik ich geschoben habe. Klar, ich habe nahezu immer alleine trainiert, aber ich hatte immer die Hoffnung, dass mein Freund mich ohne Probleme ziehen würde und mich daran hindert aufzugeben. So ganz ohne ihn musste ich also meinen inneren Schweinehund ganz alleine zügeln. Aber ich habe es geschafft!

Halbmarathon_2Der Tag begann mit einem leichten Frühstück und ziemlicher Nervosität, die ich gegenüber meines Freundes zu überspielen versuchte. Vergeblich! Aber man läuft ja nicht alle Tage mal eben so aus Jucks und Tollerei 21 km. Um halb 8 machten wir uns dann auf den Weg nach Magdeburg. Mit im Gepäck: Regenjacke, Handtuch, Wechselkleidung und einige Wasserflaschen. Ich holte meine Startnummer ab, bewunderte ein 4 Jähriges Mädchen, die den Kinderlauf absolvierte und wünschte mir heimlich mich niemals auf dieses Projekt eingelassen zu haben. Doch ein Zurück gab es jetzt nicht mehr.

Es folgt:

Mein persönliches Gedankentagebuch auf 21 km

10 Uhr: Startschuss. Okay. Gehen wir das Ganze nun also an. Es ist soweit.

4 km: Wow, ich bin recht fix unterwegs. Hoffentlich überanstrenge ich mich gerade nicht.

9 km: Ohje, noch nicht mal die Hälfte. Aber ich bin gut in der Zeit. Nochmal mache ich das aber bestimmt nicht. Ich hab hunger.

11 km: Die Hälfte ist geschafft. Gott sei Dank. Hoffentlich hört dieser Wind endlich auf.

13 km: Ob ich mir mal kurz ein Rad ausleihe? Nur ein paar Meter fahren.

15 km (es geht eine Brücke hinauf. Inklusive ganz tollem, extremen Gegenwind.): Leck mich am Arsch. Ich hör auf. Ich kann nicht mehr. Ich will nach Hause. Wieso mach ich das? Nie wieder tu ich mir sowas an. Aber Aufgeben ist nicht drin. Also lauf jetzt.

17 km (Der Akku meines Handys versagt): Ehrlich jetzt? Keine Musik? Keine Kilometer Durchsagen mehr? Ich raste aus. Soll ich mal kurz gehen? Nein. Aufgeben ist nicht.

18 km (Mein Freund läuft neben mir und versucht mich zu motivieren): Ich kann nicht mehr!!! Tu irgendwas! Entführ mich. Stell mir ein Bein. Egal. Ich will nicht mehr laufen.

19 km (Streckenposten, erzählt mir, dass es nur noch eine Kurve und dann die Zielgerade sei): NUR NOCH??? Du kannst ja gerne für mich weiterlaufen. Ich bin so fertig. Aber gehen will ich nicht. Die paar Meter schaffst du jetzt auch noch.

20 km: Oh Gott, da ist das Ziel. Juchu! Meine Beine sind schwer wie Blei. Im Ziel leg ich mich direkt hin und nie wieder laufe ich einen Halbmarathon.

21 km Zieleinlauf: Geschafft. Oh mein Gott. Ich hab es wirklich geschafft. Aber das mache ich nie nie nie wieder.

Halbmarathon_3

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3 Kommentare auf "Mein Halbmarathon Fazit"

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Jill
Gast

Hier auch nochmal Glückwunsch! Ich arbeite auch immer noch auf einen hin, nur macht mir meine Gesundheit ständig einen Strich durch die Rechnung. Irgendwann… 😀 Mal sehen, ob ich dann genauso denke wie du.

Wie lange hast du denn ins Ziel gebraucht?

Clarissa
Gast

Wahnsinns Leistung, Respekt! Ich habe mich dieses Jahr zu einem 4km Firmenlauf angemeldet und mir graut es vor DEM schon! Ich betreibe Kraftsport… meine Ausdauer ist leider etwa auf LVL -20! >.< Das kann was geben! Laufen ist so gar nicht meins, daher riesen Applaus für dich!
LG Clarissa